Neue Arbeit – Neue Motivation (Arbeit die nervt, fördert Burnout)

Studien ergeben immer wieder, dass fast jeder dritte Arbeitnehmer unzufrieden mit seinem Job ist. Entweder sind es Unzufriedenheiten mit den Arbeitszeiten, ein zu geringer Lohn oder auch die fehlende Anerkennung im Beruf. Die Folge sind Stress, Gereiztheit aber auch die Gefahr an einem Burnout zu erkranken. Wichtig ist, dass unzufriedene Arbeitnehmer nicht nur mit dem Gedanken spielen den Job zu wechseln, sondern auch dementsprechende Akzente setzen.

Ein neuer Lebensabschnitt

Es ist nicht leicht, wenn nach etlichen Jahren der Job gewechselt werden soll. Viele Arbeitnehmer sehen sich in einer bequemen Lage, auch wenn sie immer wieder über den Beruf lästern. Doch das monatliche fixe Einkommen ist schon viel Wert in der heutigen Zeit. Wer mit dem Gedanken spielt, dass er einen neuen Job annimmt, sollte sich sicher sein, dass dieser erheblich besser ist als der vorherige Job. Denn so wird vor allem mit einer neuen Motivation gestartet. Ein neuer Job kann durchaus einen Menschen verändern. Wer Spaß und Freude an der Arbeit hat, wird mit Sicherheit viel weiter kommen als in seinem vorherigen Job.

Neue Aufgaben

Es sind immer wieder neue Aufgaben, welche begeistern können. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind, welche Abwechslungen bringen. Es ist auch ratsam, dass die Branche bei der neuen Arbeit gewechselt wird. Auch wenn dies auf Grund von der Ausbildung nur selten möglich ist, ist es dennoch ratsam, wenn darauf geachtet wird, komplett neue Dinge zu erledigen. Man muss nur sicher sein, dass die neue Arbeit eine gravierende Verbesserung darstellt und nicht die gleiche Problematik wie der vorherige Job bietet.

Unterschied Depressionen – Burnout-Syndrom

Depressionen und das Burnout-Syndrom sind sowohl von ihrer Einstufung als auch von ihren Symptomen und ihren Ursachen her verschiedene Erkrankungen, auch wenn sie sich teilweise ähneln und zusammen auftreten können.

Depressionen gehören nach der internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten, dem ICD 10, zu den psychischen und Verhaltensstörungen. Sie gelten als eigenständige Erkrankung, die einen Krankenhausaufenthalt begründen können. Das Burnout-Syndrom hingegen fällt unter die Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen. Es handelt sich um eine Zusatzdiagnose, die keine eigenständige Behandlung erfordert und deshalb keinem Krankenhausaufenthalt zu Grund liegen kann.

Depressionen

Menschen, die an einer Depression erkranken, können eine Vielzahl von Symptomen durchleben. Das bekannteste Merkmal benennt eine längerfristige Niedergeschlagenheit, Traurigkeit oder einen Mangel an Emotionen. Die Gedanken der Betroffenen kreisen um ihre Probleme und Zukunftssorgen, sie fühlen sich minderwertig und grundlos schuldig. Dabei ist ihr Denken verlangsamt, sie rutschen gedanklich in eine Einstellung von Hoffnungs- und Hilflosigkeit. Auch körperlich zeigen sich Veränderungen, insbesondere in einem gestörten 24-Stunden-Rhythmus. Die markantesten umfassen Schlafstörungen, Morgentiefs, Gewichtszu- oder Gewichtsabnahme, Libidoverlust und Schmerzen in unterschiedlichsten Körperregionen, oft im Brustbereich.

Burnout

Die Symptome einer Burnout-Erkrankung sind weniger komplex. Sie fühlen sich nicht traurig, sondern matt, kraftlos und erschöpft. Das Kreisen von Gedanken wie für Depressionen typisch, ist bei diesem Syndrom nicht bekannt. Auch Probleme nehmen keine zentrale Position ein. Im Gegenteil: Von Burnout betroffene Menschen distanzieren sich so weit von zwischenmenschlichen Problemen, dass sie sich rein auf die sachliche Ebene konzentrieren. Im Kontakt reagieren sie zynisch und gleichgültig.

Die Ursachen einer Depression können vielfältig sein – ein traumatisches Lebensereignis, genetische Veranlagung, Störungen der Neurotransmitter, spezielle Substanzen, erlernte Hilflosigkeit oder kognitive Verzerrungen. Das Burnout-Syndrom wird dagegen auf eine einzige Ursache zurückgeführt – ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen.

Grob zusammengefasst lässt sich sagen, dass Menschen mit Depressionen tief unglücklich sind, während solche mit einem Burnout-Syndrom unter einem starken Erschöpfungszustand leiden.

Die Geschichte des Burnouts

Einleitung

Ein Mensch fühlt sich leer, ausgebrannt und mit seinen Kräften am Ende. Er leidet unter den klassischen Symptomen, die mit dem Begriff Burnout-Syndrom bezeichnet werden. Die Zahl der Menschen, die an diesem Syndrom leiden, ist steigend. Einige sprechen deshalb von einer Volkskrankheit, andere von einer Modekrankheit. Der Text will kurz die Geschichte des Burnout-Syndrom aufzeigen.

Eine kleine Geschichte des Burnout-Syndroms

Der Begriff Burnout ist jung, keine 40 Jahre alt. Das Phänomen hingegen ist weit älter. Die Symptome tauchen durch die Jahrhunderte auf und Experten gehen davon aus, dass alle 150 Jahre ein verwandtes Phänomen erscheint. Es sind Beschwerden, die auf starke Veränderungen im Alltag zurückzuführen sind.
Im 17. Jahrhundert sind das die Melancholie und die Hypochondrie, die vor allem in England und Frankreich auftreten. In “Der eingebildete Kranke” von Moliere leidet die Hauptperson unter Erschöpfung und fühlt sich krank. Eine körperliche Ursache liegt nicht vor.
Aus England ist im 17. und 18. Jahrhundert die Neurose bekannt. Sie zeigt Symptome wie
Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, Leistungsabfall, Unzufriedenheit und weitere Symptome, die auch dem Burnout zugerechnet werden.
Im 19. Jahrhundert findet sich vor allem in Europa und Amerika die Neurasthenie oder Nervosität. Nervosität wurde aber auch positiv gesehen und als Verfeinerung und Sensibilität im positiven Sinne genannt.
Neurasthenie tritt in der Zeit der beginnenden weltumspannenden Kommunikation auf. Sie wird von Experten als Krankheit gesehen, die durch Telegraf und Telefon, dem schnellen Leben in den lärmenden Städten und weiteren Belastungen, entsteht.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert verschwindet der Begriff der Neurasthenie. In den Zeiten von Krieg und Wiederaufbau musste der Mensch stärker funktionieren als in friedlichen Zeiten. Die Symptome wurden ignoriert, als psychopathisch denunziert oder übergangen.
Auch eine positivere Einstellung zur Zukunft, wie sie bis in die siebziger Jahre üblich war, trugen zur Verringerung der Krankheit bei. Die Menschen hatten bessere Perspektiven.
Kommt es in einer Gesellschaft zu Mehranstrengungen und Überarbeitungen, wenn es zu einer Diskrepanz zwischen Ressourcen und Möglichkeiten kommt und keine positive Zukunft gesehen wird, kann das zu vielen Fällen von Burnout führen.

Der Begriff Burnout

Der Begriff stammt aus dem Buch “A Burn-Out Case” von Graham Greene aus dem Jahr 1960. Der Psychologe Herbert Freudenberger stellte in 1974 an sich selber einen Burnout fest. Damit begann die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Symptome.

Bekannte Fälle des Burnout-Syndroms

Als Burnout-Syndrom wird ein Erschöpfungszustand bezeichnet, welcher auch als eine Art von Depression bezeichnet wird. Eine der Ursachen dieser Erkrankung liegt in der Überbelastung am Arbeitsplatz. Die Betroffenen möchten ihre Arbeit besonders gut machen, damit sie besser sind als andere Kollegen. Andere Werktätige haben sich auch zu viel Arbeit an Land gezogen und merken zu spät, dass der Berg der Vorgänge gar nicht zu bewältigen ist. Irgendwann kann der Körper den großen Anforderungen nicht mehr gerecht werden und es kommt zum Burnout. Damit den Patienten wirkungsvoll geholfen werden kann, ist unbedingt eine fachliche Beratung beim Psychologen notwendig.

Im Jahr 2009 kam es bei dem Nationaltorwart Robert Enke zum dramatischen Verlauf der Krankheit. Am Ende sah der Fußballer nur noch als einzigen Ausweg den Selbstmord. Warum musste es eigentlich so weit kommen? Alle Spieler der Nationalmannschaft müssen ständig auf höchstem Niveau spielen, ansonsten werden sie von anderen Fußballern ersetzt. Der Leistungsdruck ist dadurch enorm. Trotz ständiger ärztlicher Kontrolle verschwieg Robert Enke seine psychischen Probleme. Er selbst sah beim Bekanntwerden dieser Erkrankung wahrscheinlich einen Knick in seiner Karriere. Zum Schluss hatte die Krankheit den Nationaltorwart so weit im Griff, dass dieser nur den Ausweg in einem Suizid sah. Durch eine medizinische Behandlung wäre das Problem durchaus lösbar gewesen.

2006 traf das Burnout-Syndrom denn Spitzenpolitiker der SPD Matthias Platzeck. Als Begleiterscheinung trat sogar ein Hörsturz auf. Um wieder in das Leben zurückzufinden, gönnte er sich eine Pause und legte außerdem das Amt des Bundesvorsitzenden nieder.

Burnout trifft besonders die Menschen, welche beruflich viel leisten müssen. Dies gilt insbesondere für Wirtschaftsbosse, Sportler, Politiker und Künstler. Bei einer Überbelastung macht sich der Körper bemerkbar und sorgt dadurch, dass die betroffenen Patienten sich mit diesem Problem auseinandersetzten und eine andere Lebensweise anstreben. Wer sich Freiräume schafft und Pausen während der Arbeit einlegt, läuft weniger Gefahr an dem Burnout-Syndrom zu erkranken.

Die verschiedenen Phasen des Burnout-Syndroms

Bei einem Burnout-Syndrom handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen Symptomen. Diese können dabei sehr unterschiedlich ausfallen und sind nicht immer klar zu definieren. Beim Burnout-Syndrom gibt es verschiedene Phasen, die sich nach und nach einschleichen.
1. Phase:
Am Anfang sind die Symptome noch kaum zu bemerken. Durch hohen Leistungsdruck und Stress erleidet der Körper eine Überbelastung. Wenn in nächster Zeit keine Erholungsphasen eintreten, entsteht eine Art Erschöpfung und chronische Müdigkeit. Auch erste Schlafstörungen können sich bemerkbar machen.
2. Phase:
Die nächste Phase ist gekennzeichnet durch ein Gefühl von Desillusionierung und Frustration. Sie gehen zunehmend auf Distanz bei Bekannten und Freunden. Eine gewisse Unzufriedenheit macht sich breit. Auch das Interesse an bestimmten Dingen oder Tätigkeiten lässt spürbar nach.
3. Phase:
Diese Phase nennt sich Emotionsphase, da es hier zu einer gesteigerten Reizbarkeit und Aggressivität kommt. Dabei macht sich auch ein Gefühl von Hilflosigkeit breit.
4. Phase:
Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit lässt stark nach. Sie haben zudem das Gefühl sich nur noch sehr schwer auf irgendetwas konzentrieren zu können. Das Erledigen von Routineaufgaben fällt sehr schwer oder kann nur noch mit einem hohen Energieaufwand erfolgen. Sie fühlen sich ausgelaugt und erschöpft.
5. Phase:
Diese Phase ist gekennzeichnet mit Gleichgültigkeit und Rückzug. Es kommt zu vermehrter Einsamkeit und es gibt kaum noch etwas, woran Sie Interesse haben. Resignation und Angstzustände bestimmen den Tag.
6. Phase:
Die Psyche ist total aus dem Gleichgewicht geraten, der Körper macht sich mit Beschwerden bemerkbar. In dieser Phase treten häufig Verspannungen, Schlafstörungen und Probleme im Magen-Darm Bereich auf. Auch unspezifische Beschwerden sind nicht ausgeschlossen.
7. Phase:
Der Sinn des Lebens scheint total verschwunden zu sein. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung bestimmen den Alltag. Sie fühlen sich in vielen Situationen komplett hilflos. Ab hier beginnt der Übergang zu einer Depression.

Welcher Arzt ist bei Verdacht der richtige Ansprechpartner?

Arzt für Burnout - Flickr Lisa Brewster

Arzt für Burnout – Flickr Lisa Brewster

Man fühlt sich im Beruf leer, sinnlos und ausgebrannt, ist oft müde, desmotiviert und hat den Verdacht, am Burnout-Syndrom zu leiden? Sicherheit gibt es natürlich erst nach einem ärztlichen Attest, doch welcher Arzt sollte das ausstellen? An welchen kann man sich wenden?
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Burnout: Wie sage ich das meinem Chef?

Burnout - Flickr cell105

Burnout – Flickr cell105

Für die meisten Arbeitnehmer ist dies die größte Hürde, wenn sie vom Burnout-Syndrom betroffen sind und nun Hilfe benötigen. Denn schließlich möchten sie nur die Erkrankung loswerden, nicht aber ihren Job noch dabei verlieren oder zumindest als Phlegmatiker dastehen. Continue reading “Burnout: Wie sage ich das meinem Chef?” »

Burnout Syndrom frühzeitig erkennen

Das Gefühl, ausgebrannt zu sein, hat in den letzten Jahren immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland krankhaft befallen. Die als „Burnout Syndrom“ bekannte psychische Erkrankung ist nun auf dem besten Weg, für immer mehr Fehltage in der Republik verantwortlich zu sein – wenn auch noch nicht für so viele wie Rückenbeschwerden.

Burnout erkennen - Foto von flickr bark

Burnout erkennen – Foto von flickr bark

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