Symptome des Burnout

Die häufigsten Symptome für einen Burnout

Symptome

Foto ©: Ian nasikoman
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Die Symptome von Burnout zeigen sich sowohl in körperlichen als auch emotionalen Beschwerden. Grundsätzlich lassen sich drei Hauptsymptome unterscheiden: Erschöpfung auf körperlicher und emotionaler Ebene, Entfremdung und Ineffektivität. Die jeweiligen Beschwerden sind bei den Erkrankten stets unterschiedlich vorhanden oder ausgeprägt. Man kann also immer nur von exemplarischen Merkmalen sprechen.

Körperliche Symptome

Körperliche Erschöpfung äußert sich beispielsweise durch Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch Magen-Darm-Probleme, Konzentrationsstörungen, erhöhte Infektionsanfälligkeit oder auch chronische Müdigkeit.

Emotionale Symptome

Auf eine emotionale Erschöpfung weisen Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Angstgefühle oder auch Lustlosigkeit hin. Als zweites Hauptsymptom gilt Entfremdung. Diese drückt sich sowohl gegenüber der eigenen Persönlichkeit als auch gegenüber anderen Personen oder Aktivitäten aus. Betroffene nehmen dabei zunehmend eine distanzierte und gleichgültige Einstellung gegenüber ihrer eigenen Person, ihrer Arbeit und anderen Menschen an.

Weiterhin kommt es meistens, gerade im beruflichen Alltag, zu einem fortschreitenden Abbau von Idealismus, Zielstrebigkeit und Anteilnahme am beruflichen Umfeld. Das gesamte Arbeitsumfeld wird zur Belastung und als störend und unangenehm empfunden. Diese Wahrnehmung kann sich auf Kunden, Kollegen und auch Vorgesetzte beziehen. Vereinzelt überträgt sich diese Einschätzung auch auf das private Umfeld.

Entfremdung und Ineffektivität

Das dritte Symptom, als Ineffektivität bezeichnet, zeigt sich in einer sowohl durch Betroffene selbst empfundene als auch tatsächliche Verminderung der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Das Vertrauen in eigene Fähigkeiten geht fast vollständig verloren und berufliche (oder auch private) Leistungen werden unrealistisch falsch interpretiert. Das Gefühl zu versagen stellt sich ein. Weiterhin kommt es zu Motivationsabbau, Antriebsverlust und der generellen Unzufriedenheit mit persönlichen Leistungen.

Ursachen

Die Frage liegt nahe, welche Ursachen und Faktoren für derartige Symptome verantwortlich sind. Wie bereits angedeutet, werden die klassischen Ursachen im beruflichen Alltag der Betroffenen ermittelt. Dabei handelt es sich also um äußere Faktoren. Experten weisen jedoch darauf hin, dass auch Charaktereigenschaften bzw. die individuelle Persönlichkeitsstrukturen bei der Entstehung von Burnout eine zusätzliche Rolle spielen. Dies sind dann die inneren Faktoren.

Stress und Belastung am Arbeitszplatz

Ungünstige Faktoren die am Arbeitsplatz auf einen Menschen einwirken, können eine zu hohe und andauernde Arbeitsbelastung sein oder aber auch schlechte Arbeitsstrukturen und Rahmenbedingungen. Aber auch die ständige Kontrolle durch Vorgesetzte und Kollegen sowie fehlende Autonomie können bei einigen Menschen negative Faktoren sein. Wenig oder fehlendes Feedback sowie keine positive Wertschätzung der Arbeitsleistung können weitere Faktoren sein. Doch auch Sorgen über einen möglichen drohenden Arbeitsplatzverlust oder schlechte Karrierechancen lösen unter Umständen Stress aus. Die Liste der potentiellen Negativ-Umstände lässt sich nahezu unendlich erweitern. Doch sie allein sind noch nicht dafür verantwortlich, bei einem Menschen Burnout auszulösen.

Vielmehr ergibt sich der körperliche und emotionale Erschöpfungszustand aus dem Zusammenwirken der äußeren und inneren Faktoren. Zu den persönlichen Merkmalen eines Burnout-Gefährdeten zählen ein zu hohes Maß an Idealismus und Ehrgeiz, ein übertriebener Perfektionismus, generelle Versagensängste, der übertriebene Wunsch, besser sein zu wollen als andere, aber auch das Bedürfnis nach Anerkennung. Alle genannten sowohl äußeren als auch inneren Faktoren führen in ihrem Zusammenwirken zu chronischem Stress. D.h. Stressfaktoren wirken über einen längeren Zeitraum auf einen Menschen, ohne Chance auf Erholung, ein. Es kommt zum völligen Erschöpfungszustand.

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