Fakten und Wissenswertes zum Burnout

Burnout – eine Krankheit?

Burnout

© Foto: Leland Francisco
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Burnout ist im eigentlichen Sinne keine Krankheit. Es handelt sich vielmehr um einen körperlichen und emotionalen Erschöpfungszustand, der vielfältige Ursachen und Symptome haben kann. Individuelle Persönlichkeitsmerkmale spielen bei der Intensität der Burnout-Symptome ebenso eine Rolle wie berufliche und private Umstände. Als klassischer Entstehungsort für Burnout gilt jedoch der Arbeitsplatz.

Der Begriff Burnout

Die Bezeichnung stammt aus dem Englischen und leitet sich ab von (to) burn out. Ganz wörtlich übersetzt, heißt das ausbrennen.

Auf den körperlichen und emotionalen Zustand eines Menschen bezogen, erhält es die Bedeutung sich völlig verausgaben oder sich erschöpft fühlen. Der Begriff Burnout-Syndrom wird grundsätzlich von Fachleuten verwendet, d.h. von Ärzten, Psychologen und Psychotherapeuten. Umgangssprachlicher ist die Verwendung des verkürzten Begriffs Burnout.

Mittlerweile wird Burnout in der Gesellschaft als weitverbreitet wahrgenommen. Nicht zuletzt, weil häufig auch prominente oder einflussreiche Personen in den Medien von ihren persönlichen Leidensgeschichten berichten. Es gibt jedoch einen tatsächlichen Anstieg an Burnouterkrankten. Dies belegen immer wieder Erhebungen von Krankenkassen, Berufsverbänden und Gesundheitsorganisationen. In den westlichen Industrie-Nationen kommt Burnout am häufigsten vor. Einige Stellen sprechen bereits von der „Volkskrankheit Burnout“.

Wie entsteht ein Burnout?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Burnout aber nicht um eine Krankheit als solche. Vielmehr ist der krankhafte Zustand durch einen schleichenden Prozess gekennzeichnet, der wiederum aus mehreren Etappen besteht. In der Anfangsphase ist es noch möglich, dem Prozess mit Selbsthilfemaßnahmen entgegenzuwirken und spätere schwere Symptome zu verhindern. Zu einem späteren Zeitpunkt kann es sinnvoll und notwendig sein, eine professionelle Therapie in Anspruch zu nehmen.

Diagnosen

Immer noch wird Burnout jedoch zu spät oder gar nicht diagnostiziert. Einer der häufigsten Gründe ist die Ähnlichkeit der Burnout-Symptome zu einer Depression. Dabei wird Burnout dann entweder mit Depression gleichgesetzt, als solche diagnostiziert oder als eine Begleiterscheinung des Burnouts aufgefasst. Aus diesem Grund ist es notwendig Depression und Burnout voneinander abzugrenzen. Eine detaillierte Entschlüsselung der Krankheitsgeschichte ist deshalb unerlässlich, um eine exakte Diagnose zu stellen. Generell lässt sich sagen, dass Burnout vermehrt im Kontext zum Berufsleben auftritt, eine Depression sich eher ganzheitlich auf alle Lebensbereiche bezieht. Im Endstadium des Burnouts, ist der krankhafte Zustand jedoch kaum mehr von einer Depression zu unterscheiden.

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