Welcher Arzt ist bei Verdacht der richtige Ansprechpartner?

Arzt für Burnout - Flickr Lisa Brewster

Arzt für Burnout – Flickr Lisa Brewster

Man fühlt sich im Beruf leer, sinnlos und ausgebrannt, ist oft müde, desmotiviert und hat den Verdacht, am Burnout-Syndrom zu leiden? Sicherheit gibt es natürlich erst nach einem ärztlichen Attest, doch welcher Arzt sollte das ausstellen? An welchen kann man sich wenden?

Erste Anlaufstelle: Der Hausarzt

Die meisten Leute haben einen Hausarzt, dessen Praxis in der Stadt nahe liegt und den man bei Beschwerden häufiger aufsucht als alle anderen Ärzte. Zwar mag der Hausarzt kein ausgebildeter Psychotherapeut sein, ist aber eine vertrauliche, bekannte Person. Weiterhin kennt er den Patienten und dessen persönliche Umstände ein wenig, was unter Umständen schon für die Ursachenfindung der Krankheit hilfreich sein kann. Im Gespräch mit dem Hausarzt ist es wichtig, nicht nur die körperlichen Symptome zu nennen.

Wenn vorhanden: Der Betriebsarzt

Große Betriebe haben auch den Vorteil, einen eigenen Betriebsarzt anzustellen, der sich persönlich um die Belange der Mitarbeiter kümmert. Betriebsärzte können die Arbeitsbelastung der Angestellten am ehesten nachvollziehen, und stellen außerdem einen guten Vermittler zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber dar.

Für körperliche Symptome: Spezialisten

Auch wenn Burnout eine psychische Erkrankung ist, sollte man nicht den Faktor der psychosomatischen Störungen vergessen: Damit sind körperliche Beschwerden gemeint, die von geistigen Erkrankungen ausgelöst wurden, also deren Symptome sind. Das können Schlafstörungen, Verdauungs- und Essstörungen sowie Kopfschmerzen sein. Es kann nicht schaden, sich die jeweiligen Probleme von Spezialisten ansehen zu lassen.

Für die Wurzel des Übels: Psychotherapeuten

Doch am Ende ist festzuhalten, dass der Burnout auf jeden Fall eine psychische Erkrankung ist und nur durch Psychotherapie effektiv bekämpft werden kann. Haus- und Betriebsärzte sind zwar dennoch zuerst aufzusuchen, um sicherzugehen, dass nicht geringere Beschwerden vorliegen, aber sonst wird es wohl oder übel doch „auf der Couch“ enden. Zum besten Wohle des Patienten.

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